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Was ist Controlling? - Definition, Ziele und Aufgaben

Was ist Controlling

Definition

Der Begriff „Controlling“ entstand in den 70er Jahren aus dem Bereich des Rechnungswesens. Anfangs umfasste das Controlling nur die Finanzbuchhaltung. Doch mit der Entwicklung der Wirtschaft wuchs auch der Aufgabenbereich des Controllings. Zusätzlich kamen unter anderem noch die Betriebsbuchhaltung, die operative Planung und Kontrolle, die strategische Planung und Kontrolle, die normative Planung und Kontrolle und die Balanced Scorecard hinzu. Das Controlling umfasst heute also deutlich mehr als nur das Gebiet des Rechnungswesens.

Im Allgemeinen bedeutet „Controlling“ Steuerung und Navigation. Es dient der Steuerungs-, Dokumentations- und Informationsfunktion sowie der Koordinationsfunktion, Planungs- und Kontrollfunktion als auch der Rationalisierungsfunktion. Dabei spielt die Beantwortung von Fragen wie „Welche Daten und Zahlen sollen erfasst, analysiert und weitergegeben werden?“, „Wie soll ein Plan koordiniert werden?“, „Werden aufgestellte Pläne, z.B. Budgets, eingehalten?“, „Gibt es Abweichungen und wenn ja, welche?“, „Welche Gegenmaßnahmen gibt es?“, „Warum wurde eine nicht-rationale Entscheidung getroffen?“ eine wichtige Rolle.


(Branchen-)Unabhängigkeit des Controllings

Controlling wird unabhängig von Branchen und Unternehmens-/ Institutionsgröße eingesetzt. Hierbei werden jedoch je nach Wirtschaftsbereich spezifische Ansätze verwendet. So gibt es beispielsweise das Industrie-Controlling speziell für den Industriebereich, Handels-Controlling speziell für den Handel und Dienstleistungs-Controlling speziell für den Dienstleistungssektor. Ebenso gibt es für die verschiedenen Funktionsbereiche eines Unternehmens beispielsweise speziell Fertigungs-Controlling, Beschaffungs-Controlling und Marketing-Controlling.


Das Ziel des Controllings

Grundlegendes Ziel des Controllings ist es die Existenz eines Unternehmens langfristig zu sichern. Dazu unterstützt das Controlling die Unternehmensführung, indem es die benötigten Informationen zur Koordination unterschiedlicher Teilsysteme beschafft, verarbeitet und bereitstellt. Das Management bekommt so eine geeignete Grundlage für zukünftige Entscheidungen. Folglich dient das Controlling der ziel- und zukunftsorientierten Unternehmenssteuerung. Dabei sind die drei Säulen des Controllings Effizienz, Effektivität und Rationalität.


Aufgaben des Controllings

Grundsätzlich sind Controller für die betriebliche Daten- und Informationsversorgung zuständig. Dabei werden Herausforderungen und Zielsetzung eines Unternehmens berücksichtigt. Außerdem sorgen sie für Ergebnis-, Finanz-, Prozess- und Strategietransparenz, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu erhöhen.

Beispiele für die Aufgaben eines Controllers sind:

  • Entwicklung und Anwendung von Methoden für die Zielüberwachung und -erreichung
  • Bewertung der Wirtschaftlichkeit von Projekten
  • Unterstützung bei der Budgetplanung
  • Durchführung von Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleich)
  • Erstellung eines umfassenden betrieblichen Berichtswesens

Allgemein unterscheidet man zwischen dem operativen Controlling und dem strategischen Controlling. Diese haben jeweils andere Schwerpunkte betreffend ihrer Aufgaben.


Operatives Controlling

Das operative Controlling ist für den kurzfristigen und mittelfristigen Erfolg des Unternehmens zuständig. Es hat die Aufgabe die für den Prozess der operativen Planung, Zielfindung und für die Investitionsentscheidungen benötigten Informationen zu beschaffen. Dafür werden von dem zuständigen Controller regelmäßig Daten und Informationen gesammelt. Um diese anschließend aufzubereiten, werden verschiedene Controllinginstrumente eingesetzt. Diese umfassen unter anderem die Deckungsbeitragsrechnung, Break-Even-Analyse, Prozesskostenrechnung, Abweichungsanalysen, den Soll-Ist-Vergleich, die Liquiditätsplanung sowie Investitions- und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Die gewonnen Informationen und Ergebnisse werden dann der Unternehmensführung/dem Management vorgelegt.
Das operative Controlling nimmt so eine Vermittlerfunktion zwischen den einzelnen Abteilungen eins Unternehmens und der Geschäftsführung ein.


Strategisches Controlling

Das strategische Controlling ist im Gegensatz zum operativen Controlling für den langfristigen Erfolg des Unternehmens zuständig. Dazu soll mithilfe von Formulierung und Festlegung von Unternehmenszielen und geeigneten Maßnahmen die Effektivität des Unternehmens gesichert werden. Dabei gilt es die Zielerreichung regelmäßig zu überprüfen und Maßnahmen bei Bedarf anzupassen.